Heute zählt die Nationale Gendarmerie etwas mehr als 250 Taucher in ihren Reihen. Die Mehrheit von ihnen übt den Beruf des Unterwasser-Ermittlers für die Departement-Gendarmerie aus. Jedes Jahr versuchen zahlreiche Kandidaten, in diese Spezialisierung aufgenommen zu werden, aber die Plätze sind rar und selbst wenn sie die Aufnahmeprüfungen bestehen, müssen die Kandidaten noch eine sehr intensive Ausbildung überstehen.
Inhaltsverzeichnis :
Die Aufgaben eines Tauchspezialisten innerhalb der Nationalen Gendarmerie sind vielfältig. Man findet hauptsächlich :
Die Suche nach Gegenständen, die Hinweise oder Beweise im Rahmen von gerichtlichen Ermittlungen darstellen können (Waffen, Munition, Sprengstoff, gestohlene Gegenstände, Fahrzeuge, Drogen, ...).
Die Suche nach vermissten Personen.
Die Rettung von Personen in Gefahr bei Naturkatastrophen.
Die Sicherung sensibler Bereiche bei Besuchen von Persönlichkeiten.
Diese Unterwasser-Ermittler können in verschiedenen Umgebungen tätig werden. In der Flussbrigade intervenieren die Gendarmerie-Taucher in Flüssen, Seen, Teichen und Bächen, während in der Küstenbrigade die Taucher der Gendarmerie im Meer oder Ozean eingreifen.

Die Taucher der Gendarmerie sind vor allem Militärs, Gendarmen, die sich spezialisiert haben. Sie benötigen daher die gleichen Qualitäten wie ihre Kollegen aus der Brigade oder Schwadron, nämlich :
Analysefähigkeit
Strenge
Körperliche Fähigkeiten
Dazu kommen spezifische Qualitäten. Tatsächlich muss der Ermittler-Taucher vor allem ein ausgezeichneter Schwimmer sein. In aquatischer Umgebung muss der Taucher auch seinen Beobachtungssinn verdoppeln, da Beweise noch schwieriger zu finden sein können als an einem Tatort an Land. Seine technische Beherrschung des Flossenschlags muss ausgezeichnet sein, um jedes Risiko der Zerstörung von Hinweisen zu vermeiden und die Sichtbarkeit nicht zu trüben. Schließlich sind die Taucher der Gendarmerie regelmäßig extremen Arbeitsbedingungen ausgesetzt (Wassertemperatur, sehr reduzierte Sichtbarkeit, Wellen, ...), was eine ausgezeichnete körperliche Verfassung und mentale Stärke erfordert.
Um Unterwasser-Ermittler der Nationalen Gendarmerie zu werden, müssen die Kandidaten nationale Tests bestehen, die vom Nationalen Zentrum für Nautische Ausbildung der Gendarmerie (CNING) organisiert werden. Obwohl es nicht unbedingt notwendig ist, Erfahrung im zivilen Tauchen zu haben, versteht es sich von selbst, dass dies den Kandidaten hilft, die Intensität dieser Ausbildung mit mehr Gelassenheit zu ertragen.
Die Kandidaten müssen medizinisch tauglich sein und dürfen am 31. Dezember des Jahres des Eintritts in die Grundausbildung höchstens 35 Jahre alt sein. Vortests können manchmal organisiert werden.
Anschließend unterziehen sich die Kandidaten nationalen Tests, die in der Regel vier Prüfungen umfassen :
800 Meter mit Flossen, Maske und Schnorchel, ohne Arme;
50 Meter bukkonasale Dissoziation;
100 Meter ohne Flossen bei einem Wasserparcours mit zwei Apnoe-Phasen von 15 Metern;
Ein Auftrieb von 5 Minuten Dauer an Ort und Stelle beim Flossenschlag mit einem Gewicht von 2 kg über dem Kopf.
Die nach diesen nationalen Tests ausgewählten Kandidaten werden anschließend in die Grundausbildung eintreten.

Die Grundausbildung dauert sechs Wochen an der Tauchschule der Nationalen Marine in Saint-Mandrier im Var (83). Nach diesem Praktikum verfügen die Militärs über das Diplom des « Bordtauchers » für die Departement-Gendarmerie. Den Gendarmen des GIGN wird hingegen das Diplom des « Einsatztauchers » verliehen.
Die ergänzende Ausbildung muss innerhalb der 18- bis 22-monatigen Probezeit absolviert werden. Sie dauert vier Wochen und Ort sowie Inhalt unterscheiden sich:
Taucher des GIGN : ein Praktikum an der Schule von Saint-Mandrier ermöglicht ihnen, das Tauchen im geschlossenen Kreislauf im Rahmen ihrer offensiven Unterwasser-Missionen zu beherrschen.
Taucher der Departement-Gendarmerie : die Taucher absolvieren eine Ausbildung am Nationalen Zentrum für Nautische Ausbildung der Gendarmerie (CNING) in Antibes (06), die einen theoretischen Teil und praktische Übungen im Meer und Süßwasser umfasst, um das Diplom des Unterwasser-Ermittlers zu erhalten.
Zu beachten : der Beruf des Tauchers bei der Gendarmerie erfordert eine kontinuierliche Ausbildung während der gesamten Laufbahn des Militärs aufgrund der hohen Technik seiner Missionen.
Um Unterwasser-Ermittler der Gendarmerie zu werden, muss man mindestens den Status eines Unteroffiziers der Gendarmerie haben, aber der Taucher kann auch ein Offizier der Gendarmerie sein. Das Gehalt hängt folglich vom Status, dem Rang und der Stufe des Militärs sowie von seinem Familien- und Ehestand ab.
Nach Erhalt des Diploms des Unterwasser-Ermittlers können sich die Taucher der Gendarmerie erneut spezialisieren, indem sie das Diplom des Technikers für Unterwasser-Ermittlungen (DTIS) erwerben, durch eine 3-wöchige Ausbildung am CNING in Antibes. Diese Ausbildung ermöglicht es ihnen, größere Verantwortung zu übernehmen und bei Tatorten größeren Ausmaßes zu ermitteln. Langfristig können sich die Gendarmerie-Taucher auch zu einer Laufbahn als Ausbilder orientieren.
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