Nach dem Belgischen Malinois, dem Deutschen Schäferhund und dem Bloodhound ist es nun der Labrador Retriever. Als perfekter Familienhund ist der Labrador auch ein Arbeitshund mit einem außergewöhnlichen Geruchssinn und einem liebevollen Charakter, der ihn sowohl im zivilen Bereich als auch bei den Ordnungskräften als Blindenführhund oder beispielsweise als Sprengstoffspürhund einsetzbar macht.
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Der Labrador Retriever stammt aus Kanada und genauer gesagt von der Insel Neufundland. Auch bekannt als "kleiner Neufundländer" oder "St. John's Hund", wurde der Begriff Labrador verwendet, um ihn vom Neufundländer zu unterscheiden, mit dem er viele Gemeinsamkeiten hat. Im 19. Jahrhundert nach England gebracht, wurde dieser Wasserhund von den kanadischen Küsten von Jägern und Fischern zum Apportieren von Fischen und Wild eingesetzt. Britische Züchter entwickelten die Rasse weiter und erhielten später die Urheberschaft. Heute ist der Labrador Retriever der beliebteste Hund der Welt.
Der Labrador ist ein Hund, der Wasser liebt. Als ausgezeichneter Schwimmer nutzt er seine sich verjüngende, an der Basis breitere Rute als Steuerruder.
Der "Personalausweis" des Labradors:
Größe Rüde: 54 bis 61 cm
Gewicht Rüde: 30 bis 35 kg
Größe Hündin: 52 bis 56 cm
Gewicht Hündin: 28 bis 33 kg
Herkunft: Kanada/Großbritannien
Fell: kurz und dicht mit wasserdichter Unterwolle
Farben: braun, sandfarben, schwarz
Aussehen: kräftig und robust mit einer sich verjüngenden Rute
Lebenserwartung: 12 bis 13 Jahre
Häufige Krankheiten: Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, Grauer Star

Der Labrador Retriever ist ein aktiver Hund und sportlich, der viel Bewegung braucht. Es ist wichtig, dass der Besitzer ihm hilft, seine überschüssige Energie mehrmals täglich bei langen Spaziergängen abzubauen. Als Genießer ist der Labrador ein wahrer Vielfraß. Folglich muss die Ernährung des Labrador Retrievers besonders überwacht werden, um diese Tendenz zur Gewichtszunahme zu kontrollieren.
Die wichtigsten Charaktereigenschaften des Labrador Retrievers:
Liebevoll
Folgsam
Intelligent
Verspielt
Gehorsam
Naschhaft
Seine Anhänglichkeit an seinen Besitzer, seine Fügsamkeit und sein verspieltes Wesen sind Eigenschaften, die ihn leicht erziehbar und ausbildbar für die Arbeit machen.
Der Labrador Retriever Welpe kann etwas ungestüm sein. Dennoch erleichtern seine Intelligenz und seine Spielfreude das Lernen. Wie bei allen Hunderassen muss der Welpe mit Festigkeit und Wohlwollen in den Grundregeln erzogen werden. Seine "gefräßige" Tendenz ist auch ein Nachteil, der sich schnell in einen Vorteil für die Erziehung verwandelt. Wenn Leckereien gute Taten belohnen, wird der aufgeregte Welpe schnell wieder aufnahmefähig und folgsam.
Der Labrador wird hauptsächlich aus drei Gründen eingesetzt. Der erste ist sein liebevolles Wesen und seine mentale Ausgeglichenheit, was ihn zu einem ausgezeichneten Assistenz- oder emotionalen Unterstützungshund macht, insbesondere als Blindenführhund, aber auch zur Unterstützung von Menschen mit posttraumatischem Stress.
Der zweite Grund ist sein überragender Geruchssinn. Sowohl Militär als auch Ordnungskräfte können diese Rasse für Drogen- oder Sprengstoffspüreinsätze einsetzen. Das sanfte und gehorsame Temperament des Labradors macht ihn auch geeignet für Such- und Rettungseinsätze bei vermissten Personen.
Die dritte Qualität der Labrador Retriever Rasse ist seine Wasserfreudigkeit. Dank seiner Wasseraffinität wird diese Hunderasse häufig für Rettungseinsätze und Seenotrettung eingesetzt.