Unverzichtbar in den Bereichen Industrie, Bauwesen oder Automobilbranche, sind die nach Norm EN 388 entwickelten Schutzhandschuhe PSA (persönliche Schutzausrüstung), die vor mechanischen Risiken schützen. Diese Risiken umfassen alles, was die körperliche Unversehrtheit unserer Hand beeinträchtigen kann: Abrieb, Schnitt, Riss oder Durchstich. Seit 2016 umfassen die Anforderungen der Norm EN 388 auch einen Test der Schnittfestigkeit ISO 13997 sowie einen Test der Schlag- und Stoßfestigkeit nach Norm EN 13594. Diese beiden neuen Tests sind nicht obligatorisch, entsprechen aber den Bedürfnissen von Fachkräften in bestimmten spezifischen Bereichen (Handhabung scharfer und schwerer Gegenstände usw.).
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Die Hersteller sind verpflichtet, das Widerstandsniveau ihrer nach EN 388 genormten Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken klar anzugeben. Um das Anforderungsniveau dieser Norm zu verstärken, wurden einige Tests überarbeitet, während andere neu hinzugefügt wurden. Das Ziel ist es, die Sicherheit der Fachkräfte maximal zu gewährleisten. Deshalb sind die Indizes, die den Widerstandsniveaus gegen Abrieb, Schnitt, Riss und Durchstich entsprechen, nicht mehr unbedingt die einzigen, die auf dem Piktogramm der Norm EN 388 angegeben werden.
Der Abriebtest entspricht dem 1. Index, der auf dem Piktogramm der Norm angegeben ist. Er bewertet die Anzahl der Zyklen, die das Schleifpapier benötigt, um die Handschuhprobe unter gegebenem Druck abzunutzen. Dieser Test muss sich nun auf Papier höherer Qualität stützen. So ersetzt das Schleifpapier Klingsport PL31B Grit 180 das Papier Oakey Grade F2 Grit 100. Die Abriebfestigkeit wird von 1 bis 4 bewertet (von der schwächsten bis zur widerstandsfähigsten).

Bis 2016 ermöglichte die Norm EN 388 keine ausreichend präzise Qualifizierung der Leistung sogenannter "hochresistenter" Handschuhe. Angezeigt durch den 2. Index unter dem Piktogramm der Norm EN 388, wurde der Test der Schnittfestigkeit durch Schneiden (oder Couptest) daher durch einen 5. Index ergänzt, um ein zuverlässigeres Ergebnis über einen sogenannten "TDM"-Test (Tomodynamometer) zu bieten. Die erste Methode besteht darin, die Anzahl der Zyklen zu bewerten, die eine Kreisklinge benötigt, um eine Probe unter konstanter Geschwindigkeit und konstantem Druck von 5N (etwa 500 g) zu schneiden. Das Ergebnis wird auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

In Fällen, wo das Material die Klinge während des Vorgangs abstumpft, muss nun auch ein Schnitttest ISO 13997 durchgeführt werden. Dies betrifft insbesondere Textilien, die auf Garnanordnungen aus Metall oder Glas basieren. Dieser TDM-Test verwendet eine gerade Klinge, die eine vorbestimmte Strecke unter variabler Kraft zurücklegt. Das Ergebnis wird durch einen 5. Index angezeigt, der unter der Norm EN 388 eingetragen ist: von A bis F (F ist der höchste Leistungsindex gegen Schnitte: über 30 Newton). Diese schnittfesten Schutzhandschuhe werden insbesondere empfohlen, wenn Sie schwere und scharfe Gegenstände handhaben. Ein 'X' bedeutet, dass der Handschuh nicht auf einer TDM ISO-Maschine getestet wurde.

In Newton gemessen, bezeichnet der Reißtest (3. Index) die erforderliche Kraft, um die Probe zu zerreißen. Was den Durchstichtest (4. Index) betrifft, so geht es darum, die für einen Standardstempel erforderliche Kraft zu bewerten, um den Handschuh zu durchstechen. Diese beiden Tests wurden nicht verändert. Das angegebene Niveau reicht von 1 (am wenigsten widerstandsfähig) bis 4 (am widerstandsfähigsten).

Der 6. Index, der fakultativ unter der Norm EN 388 erscheint, entspricht dem Test der Schlag- und Stoßfestigkeit nach dem Verfahren, das für Motorradhandschuhe nach Norm EN 13594:2015 verwendet wird. Der Bestehen-Index wird mit dem Buchstaben 'P' (für "Pass") gekennzeichnet. Der Handschuh muss seine Unversehrtheit nach dem Fall eines Gewichts von 2,5 kg mit einer Energie von 5 Joule beibehalten. Bei Nichtbestehen zeigt die Kennzeichnung F (für "Fail") an. Ein Index 'X' bedeutet, dass der Test nicht durchgeführt wurde oder nicht anwendbar ist.
Das Piktogramm der Norm EN 388 kann daher bis zu 6 Indizes und somit 6 verschiedene Leistungsniveaus aufweisen, um einen mehr oder weniger hohen Schutz der Hände gegen mechanische Risiken zu gewährleisten.