Hundeführer: Fokus auf den Malinois

Der Malinois ist der emblematischste und meistgenutzte Arbeitshund. Er ist sehr vielseitig und findet sich sowohl im privaten Sicherheitsbereich als auch bei Polizei und Militär wieder. Entdecken wir gemeinsam, warum der auch als belgischer Schäferhund bekannte Hund für Hundeführer und Diensthundeführer weltweit so unentbehrlich geworden ist.

  

Inhaltsverzeichnis:

  

Die Familie der belgischen Schäferhunde

  

Ursprünglich aus der Region Mechelen in Belgien stammend, ist der Malinois eine der vier Varietäten des belgischen Schäferhundes:

  • der belgische Groenendael-Schäferhund

  • der belgische Tervueren

  • der belgische Malinois

  • der belgische Laekenois

Der Malinois wurde Anfang der 1900er Jahre offiziell als Varietät anerkannt. Die Rasse gehört zur Gruppe 1, die Schäferhunde und Hütehunde umfasst.

  

Die außergewöhnlichen körperlichen Fähigkeiten des Malinois

Malinois

  

Dieser mittelgroße belgische Schäferhund kommt überall durch. Seine schlanke Muskulatur und seine Kraft sind Vorteile, die es ihm ermöglicht haben, sich als Einsatzhund und Kriegshund zu etablieren; Disziplinen, die Biss, Ausdauer und körperliche Kraft erfordern. Zu seinen vielen Vorteilen kommt eine gewisse Robustheit hinzu, die es ihm ermöglicht, sich an eine große Bandbreite von Umgebungen und klimatischen Bedingungen anzupassen. Er benötigt nur wenig Pflege, außer einem wöchentlichen Bürsten außerhalb der Fellwechselzeit.

Der "Personalausweis" des Malinois:

  • Größe: 56 bis 62cm Schulterhöhe

  • Gewicht: 20 bis 30kg

  • Herkunft: Belgien

  • Fell: kurz

  • Fell: fahlgelb mit schwarzer Schattierung

  • Rassemerkmale: schwarze Maske im Gesicht

  • Lebenserwartung: 12-14 Jahre

  • Häufige Krankheiten: Hüftdysplasie

  

Malinois, ein Eisenwille im Dienst des Hundeführers

  

Als Hund mit starkem Temperament ist der Malinois ausgeglichen, lebhaft und mit großen Lernfähigkeiten ausgestattet, die regelmäßig gefordert werden müssen. Bei guter Ausbildung ist er gehorsam, treu zu seinem Herrchen und wagemutig ohne leichtsinnig zu sein.

Charaktereigenschaften des Malinois:

  • Verspielt

  • Ruhig

  • Intelligent

  • Treu

  • Mutig

  • Sensibel

  • Beschützend

  • Misstrauisch gegenüber Fremden

  

Arbeitshund: die Lernfähigkeiten des Malinois

Malinois-Welpe

  

Sein verspieltes Verhalten, seine Lebhaftigkeit und seine hohe Intelligenz machen den belgischen Schäferhund zu einem für die Ausbildung prädestinierten Hund. Weniger gefräßig als andere Hunderassen (wie zum Beispiel der Labrador), ist er dennoch empfänglich für Leckerlis. Der Malinois möchte vor allem seinem Herrchen gefallen. Aufgrund seines misstrauischen und nervösen Wesens muss der Welpe gut ausgebildet und sozialisiert werden, um im Erwachsenenalter keine Probleme zu bereiten. Der Malinois ist keine ideale Rasse für einen "ersten Hund". Um sich gut zu entwickeln, braucht er einen erfahrenen Menschen.

  

Bedürfnisse des erwachsenen Hundes

  

Solange seine Bedürfnisse erfüllt werden, kann der Malinois sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus mit Garten leben. Als sehr intelligenter und sportlicher Hund muss er sich täglich mehrere Stunden körperlich (lange Spaziergänge) und geistig (Fährtenspiele, Spaziergänge mit neuen Gerüchen, Begegnungen mit anderen Hunden, ...) betätigen. Wenn sich der Besitzer eines Malinois nicht genügend um ihn kümmert, kann er ein destruktives Verhalten entwickeln.

  

Malinois, ein Gebrauchshund mit vielen Talenten

Malinois im Porträtmodus

  

Der Malinois wird sehr häufig als Einsatz- und Angriffshund von den Hundestaffeln der Armee, Polizei und Gendarmerie (GIGN, RAID, Heer, Fallschirmjäger, ...) eingesetzt. Bei der Nationalen Gendarmerie beispielsweise macht der Malinois nicht weniger als 75% des Bestands aus.

Er kann auch von Rettungshundestaffeln (Gendarmerie, Feuerwehr, ...) nach Naturkatastrophen oder Unfällen eingesetzt werden: Lawinen, Brände, Trümmer, etc.

Im privaten Bereich ist er ein sehr guter Wach- und Schutzhund und wird häufig im privaten Sicherheitsbereich für Bewachung, Gebäudeüberwachung oder bei Sport- und Kulturveranstaltungen sowie anderen großen Versammlungen eingesetzt.

Der Malinois besitzt einen guten Geruchssinn, der es ihm ermöglicht, in den Hundestaffeln des Zolls oder der Streitkräfte bei der Suche nach Betäubungsmitteln, Sprengstoffen, Brandbeschleunigern, etc. zu arbeiten. Allerdings gibt es andere Hunderassen, die in dieser Rolle noch besser sind. Dies gilt zum Beispiel für den Bloodhound, der zunehmend eingesetzt wird, insbesondere von der Nationalen Gendarmerie.

Wie sein Name so treffend andeutet, war der belgische Malinois ursprünglich ein Herdenhund, auch wenn das heute vielleicht die letzte Rolle ist, die uns in den Sinn kommt, wenn wir an diesen symbolträchtigen Hund denken.

Außerhalb des beruflichen Rahmens ist der belgische Malinois ein Hund, der in allen Hundesportarten hervorragend ist: Canicross, Agility, Ring, Obedience, ...

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