Die Normen bezüglich der PSA für die Augen sind zahlreich und unterschiedlich genug, dass man sich leicht darin verlieren kann. Um Ihnen zu helfen, sich zurechtzufinden, stellen wir sie Ihnen in diesem Artikel vor und legen dabei den Schwerpunkt auf die am häufigsten verwendeten.
Inhaltsverzeichnis:

Unabhängig von ihrer Art (Brillen, Visiere, Masken, Gesichtsschutz, Schutzschirme mit Gitter...), entsprechen die Zubehörteile für den persönlichen Augenschutz mindestens der Norm EN 166. Dies ist die offizielle europäische harmonisierte Norm für alle Augenschutzvorrichtungen und in Frankreich von der AFNOR (Association française de normalisation) als offizielle Norm NF EN 166 homologiert. Sie betrifft nicht die Risiken im Zusammenhang mit nuklearer Strahlung, Röntgenstrahlen, Laseremissionen oder Infrarotstrahlung von Niedertemperaturquellen. Man muss zwischen Sicherheitsokularen und Okularen mit Filterwirkung unterscheiden.

Es liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer eine PSA zur Verfügung zu stellen, die dem ausgeübten Beruf angepasst ist, um den Schutz seiner Augen und seines Gesichts vor Spritzgefahr durch ätzende Flüssigkeiten, vor gefährlicher Strahlung oder vor schädlichen Partikeln in der Luft zu gewährleisten. Falls bereits eine Brille getragen wird, muss diese zwingend mit Überbrillen mit dem entsprechenden Schutzniveau kombiniert werden. Es gibt auch Schutzbrillen mit Korrektionsgläsern. Zu beachten ist, dass andere Aktivitäten wie Airsoft ebenfalls das Tragen von Augenschutz erfordern, um Risiken durch Projektilschüsse und umgebungsspezifische Hindernisse wie Äste oder Dornen zu vermeiden.
Die allgemeine Norm EN 166 bezüglich der PSA für das Auge muss die obligatorische Kennzeichnung der Bügel und Okulare spezifizieren, aber auch das Niveau der mechanischen Widerstandsfähigkeit, das der Stoßfestigkeit entspricht. Fassung und Okular müssen separat gekennzeichnet werden, außer wenn sie eine Einheit bilden, in diesem Fall wird die Kennzeichnung auf der Fassung angebracht. Ebenfalls anzugeben sind die Identifikation des Herstellers, das Schutzniveau des Filters und die optische Klasse (von 1 bis 3 für kontinuierliche, intermittierende oder gelegentliche Arbeiten).
Bestimmte Berufe sind besonders chemischen, mechanischen, thermischen Risiken oder Strahlungen (Laser, Infrarot, Ultraviolett) ausgesetzt. Es gibt sogar PSA für das Auge, die spezifisch für bestimmte Berufe sind, wie Schweißerbrillen oder Forsthelme. Die Norm EN 169 betrifft spezifisch die Filter für das Schweißen und verwandte Techniken. Die Norm EN 170 umfasst PSA für das Auge mit Filtern für Ultraviolett, während Infrarotstrahlung durch die Norm EN 171 spezifiziert wird. Was die Sonnenschutzfilter für industrielle Anwendungen betrifft, sind sie unter der Norm EN 172 zusammengefasst und schützen die Augen wirksam vor starkem Licht. Marken wie Uvex, Bollé, Delta Plus, Coverguard, Carhartt oder auch Portwest sind auf diese Art von persönlichem Augenschutz spezialisiert.
NORMEN:

Im Unterschied zur Norm EN 169 bezeichnet die Norm EN 175 die Schutzausrüstung für die Augen, aber auch für das Gesicht bei Schweiß-, Schneid- und verwandten Arbeiten. Sie muss Strahlungs-, Entflammbarkeits- sowie mechanische und elektrische Risiken berücksichtigen. Sie ist jedoch von der Norm EN 379 für Schweißfilter mit variabler Schutzstufe oder doppelter Schutzstufe zu unterscheiden. Diese Norm wurde 2009 durch die Norm EN 379+A1 für automatische Schweißfilter (oder Schweißfilter mit schaltbarer Stufennummer) ersetzt. Sie werden in PSA für das Auge von Schweißern verwendet oder an Ausrüstung befestigt. Die Visiere, Helme und Gesichtsschutzschirme mit Gitter sind durch die Norm EN 1731 charakterisiert und schützen sowohl das Auge als auch das gesamte Gesicht. Sie können beispielsweise für Forstarbeiten angepasst werden.
NORMEN:
Die Norm EN 1836, die sich auf Filter zum Schutz vor Sonnenstrahlung für allgemeine Verwendung bezog, wurde 2013 durch die Norm NF EN ISO 12312-1 ersetzt, die für alle afokalen Sonnenbrillen (nicht korrigierend) und abnehmbare Zusätze gilt, die zum Schutz vor Sonnenstrahlung konzipiert sind. Sie ist in 5 Kategorien von 0 bis 4 unterteilt, je nach dem Prozentsatz des gefilterten Lichts (Kategorie 0 schützt nicht vor UV-Strahlung). Wenn Sie schließlich eine Sonnenfinsternis beobachten möchten, müssen Sie sich mit Schutzbrillen ausrüsten, die der Norm NF EN ISO 12312-2 entsprechen.
