Einzelhandel: Was ist CACES?

Auch wenn er nicht den Wert eines Diploms oder einer beruflichen Qualifikation hat, hat der Befähigungsnachweis für sicheres Fahren (oder CACES) zum Ziel, die Anzahl der Unfälle im Zusammenhang mit der Nutzung bestimmter Arbeitsmaschinen zu reduzieren. Dieses System wurde 1998 geschaffen und wird von der Nationalen Krankenversicherungskasse (CNAM) empfohlen.

  

Inhaltsverzeichnis:

  

 

CACES-Zertifikat und Fahrberechtigung

Der Begriff CACES bezeichnet den Befähigungsnachweis für sicheres Fahren. Er betrifft eine sehr spezifische Kategorie von Baumaschinen und Handhabungsgeräten, Hubarbeitsbühnen, Kränen, Portalkränen oder Gabelstaplern. Dieses Zertifikat kann nur bei einer zertifizierten Prüforganisation (OTC) erhalten werden. Es besteht aus einer Bewertungsprüfung, die theoretische und praktische Prüfungen umfasst. Ein Mitarbeiter, der als befähigt für das sichere Fahren bestimmter Arbeitsmittel anerkannt werden möchte, muss eine entsprechende Schulung durchlaufen, um seine Kenntnisse zu validieren.

Nach Erhalt des Zertifikats ist er berechtigt, die betreffenden Fahrzeuge in seinem Unternehmen an bestimmten Standorten zu fahren, vorbehaltlich eines ärztlichen Attests und einer Fahrberechtigung, die ihm sein Arbeitgeber aushändigen muss. Tatsächlich berechtigt der Test an sich nicht zum Fahren, es liegt am Arbeitgeber, diese Berechtigung an den Fahrer zu erteilen, damit er dieses Dokument jederzeit vorlegen kann, wenn er sein Fahrzeug benutzt. In bestimmten Fällen kann der Fahrer dazu gebracht werden, ergänzende Schulungen spezifisch für die verwendeten Maschinen durchzuführen. Die Gültigkeitsdauer des Zertifikats beträgt zehn Jahre für Baumaschinen und fünf Jahre für andere Arten von Arbeitsmitteln. Sie bleibt auch bei einem Unternehmenswechsel gültig. Die Fahrberechtigung muss jedoch erneut beim Leiter des neuen Betriebs eingeholt werden.

 

 

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Zu den Baumaschinen gehören insbesondere Muldenkipper (Baustellenfahrzeuge), Bulldozer, Baggerlader, Schürfwagen, Grader, Betonmischer oder auch hydraulische Bagger auf Raupen oder Rädern. Es gibt noch viele andere Typen.

Neben Baumaschinen (oder Tiefbaumaschinen) sind sieben große Familien von Arbeitsmitteln vom Befähigungsnachweis für sicheres Fahren betroffen:

  • Turmdrehkrane
  • Mobilkrane
  • Fahrbare Hubarbeitsbühnen (PEMP)
  • Selbstfahrende Flurförderzeuge mit Fahrerplatz
  • Hilfskrane zum Beladen von Fahrzeugen
  • Laufkrane, Portalkrane und Halbportalkrane
  • Hochhubwagen mit mitgehender Bedienungsperson

 

Die Empfehlungen des CACES-Systems

Das CACES-System wird von der CNAM (Nationale Krankenversicherungskasse) geregelt und ihre Empfehlungen werden in Abstimmung mit dem INRS, dem nationalen Institut für Forschung und Sicherheit zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, herausgegeben. Diese Empfehlungen sind spezifisch für jede Ausrüstungsfamilie:

  • CACES Baumaschinen: R.482
  • CACES Turmdrehkrane: R.487
  • CACES Mobilkrane: R.483
  • CACES Fahrbare Hubarbeitsbühnen (PEMP): R.486
  • CACES Selbstfahrende Flurförderzeuge mit Fahrerplatz: R.489
  • CACES Hilfskrane zum Beladen von Fahrzeugen: R.490
  • CACES Laufkrane, Portalkrane und Halbportalkrane: R.484
  • CACES Hochhubwagen mit mitgehender Bedienungsperson: R.485

 

Die am stärksten vertretene Kategorie ist die der selbstfahrenden Flurförderzeuge mit Fahrerplatz, mit mehr als 55% der jährlich ausgestellten Zertifikate. Es ist zu wissen, dass die beiden letzten Kategorien bezüglich Laufkrane und Hochhubwagen am 1. Januar 2020 geschaffen wurden, die anderen sechs wurden renoviert.

 

Selbstverständlich entbindet der Besitz des Befähigungsnachweises für sicheres Fahren nicht vom Tragen geeigneter PSA und Arbeitskleidung. Es ist angebracht, nicht nur Schutzhelme zu tragen, sondern auch Warnwesten und andere Warnkleidung (Hosen, Parkas, Poloshirts, etc). Cargohosen werden auch empfohlen, um das gesamte Material griffbereit zu haben. Die Art der Arbeitsumgebung bestimmt auch den Typ der Sicherheitsschuhe, die im Rahmen der Berufe im Zusammenhang mit dem Großhandel erforderlich sind.

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